Claus Pescha - handmade web.design

Bilder vorbereiten vor dem Upload in WordPress

In einem der letzten Beiträge haben wir uns mit dem Einbinden von Bildern in einen WordPress-Beitrag beschäftigt. Bilder einbinden in Beitrag oder Seite. Heute geht es darum, wie wir hierfür die Bilder vorbereiten können und zwar ohne viel Aufwand, damit es beim täglichen Bloggen einfach und schnell von der Hand geht.

So klein wie möglich, so groß wie nötig!

Um die Ladezeit Deiner Webseite auch bei Verwendung vieler oder großer Bilder möglichst kurz zu halten, muss die Dateigröße der Bildern möglichst klein sein, natürlich bei möglichst hoher Qualität.

Nicht für jeden ist die Bearbeitung von Bildern selbstverständlich und um zu vermeiden, dass Fotos ggfs. in voller Kameraauflösung in WordPress hochgeladen werden und man sich anschließend wundert, warum die Seite so langsam lädt, stelle ich heute einige grundsätzliche Hinweise zusammen für die Bearbeitung von Bildern bevor man sie in WordPress hochläd.

Hierbei geht es nicht nur um die Dateigrößenoptimierung, auch eine Qualitätsverbesserung der Bilder gelingt fast immer. Prinzipiell kannst Du diese ganz einfachen Bildvorbereitung mit jedem Bildbearbeitungsprogramm machen. Eines, dass sich dafür sehr gut eignet, ist Photoscape. Es ist in der Version 3.7 als Freeware für Windows verfügbar.

Die Bildbearbeitung

Die folgenden zwei Bildbearbeitungsschritte solltest Du immer zur Vorbereitung für die Webpublikation vornehmen:

  • Zuschneiden auf den gewünschten Bildausschnitt im richtigen Größenverhältnis (Breite : Höhe). Je nachdem, wo das Bild erscheinen soll, evtl. als Panorama-Header-Bild oder als Bild im Fließtext des Beitrages, hat ein WordPress-Theme bestimmte Vorgaben, damit die Bilder gut aussehen und einheitlich formatiert werden können.
  • Skalieren auf die je nach WordPress-Theme notwendige Maximalgröße in Pixeln (kleinere Varianten legt WordPress automatisch an).

Wenn wir Deine Seite zusammen erstellt haben, frag mich gern nochmal, welche Maße es bei Dir sind. Gut ist es auch, die Größenverhältnisse schon im Hinterkopf zu haben, wenn Du die Fotos schießt, es kann sinnvoll sein, dasselbe Motiv mit Weitwinkel wie auch mit Zoom zu fotografieren.

Achtung: Originaldatei immer bewahren! Speichern unter… z.B. als “Originalname_BREITExHÖHE.jpg”. So kannst Du immer die Bearbeitung und die Auflösung der Datei erkennen. Falls Du mehrere Versionen eines Bildes erstellst, z.B. verschiedene Ausschnitte oder Graustufenversionen, kannst Du diese im Dateinamen weiter unterscheiden. Empfehlenswerte Kompressionsrate beim Speichern als JPG: JPG-Qualität: 85%.

Gegebenenfalls weitere Bearbeitungen

Je nach Originalbild können auch folgende weitere Bearbeitungsschritte die Bildqualität verbessern, probiere Sie einfach mal aus:

  • Farblevelkorrektur (je nach den Lichtverhältnissen bei der Aufnahme kann dies das Bild verbessern, manchmal aber auch die besondere Atmosphäre zunichte machen – ausprobieren).
  • Leichte Kontrasterhöhung (kann die Bildwirkung verstärken).
  • Leichte Gegenlichtkorrektur (falls wichtige Bereiche des Bildes zu schattig sind).
  • Leichtes Nachschärfen (Stufe 1 bei Photoscape genügt meist).

Learning by doing

Photoscape ist sehr leicht und intuitiv zu bedienen. Die hier genannten Funktionen sind direkt anwählbar und können in ihrer Intensität frei gewählt werden. Natürlich stehen noch viel mehr Bearbeitungsfunktionen, bis hin zu komplexen Effekt-Filtern zur Verfügung. Probiere aus, wie die einzelnen Funktionen sich auf Dein Bild auswirken, Du kannst jeden einzelnen Schritt sehr leicht wieder rückgängig machen und dann auch wieder wiederholen. Denke daran, das bearbeitete Bild immer unter einem neuen Dateinamen zu speichern, damit Deine Originaldatei unangetastet bleibt. Da jede Speicherung eine Kompression der Datei erzeugt (s.o. 85%), solltest Du für jede neue Bearbeitung wieder bei der Originaldatei beginnen, sonst erzeugt die mehrfache Kompression sog. Artefakte im Bild, die Du als Pixelunschärfen besonders an Kanten erkennen kannst. Auch eine zu große Kompressionsrate führt hierzu.

Wenn Du Dich mit diesen wenigen grundlegenden Funktionen vertraut gemacht hast, wirst du sehen, dass sie pro Bild nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, im Ergebnis aber eine große Wirkung auf Deine Beiträge und Deine Webseite haben. Genauso, wie es sich lohnt, an seinen Texten zu feilen, zahlt sich die gute Vorbereitung der Bilder für die Publikation im Web aus.

Also, viel Spaß beim Bloggen! Und wenn Du noch Fragen hierzu hast, schreib mir gern.